Spezielle Infos zum Behälteridentsystem

Strichcode_Behälteridentifikation

Warum sind die Behälter gekennzeichnet worden?

Seit vielen Jahren stellen wir Ihnen als Dienstleister im Rahmen der Abfallentsorgung die Abfallbehälter zur Verfügung. Bis 1995 war jeder Abfallbehälter identifiziert mit einer sogenannten Gebührenkontrollmarke, die damals zum Jahresbeginn mit den Gebührenbescheiden verschickt wurde. Ein System, mit enormen Verwaltungsaufwand, das in der Praxis untauglich geworden war und durch sporadische´Kontrollen der angemeldeten Behälter ersetzt wurde.
Mittlerweile haben wir einen Behälterbestand von über 200.000 Behältern auf den 75.000 Grundstücken im Kreisgebiet stehen - ein enormer Wert, der dringend inventarisiert werden muss.
Wir haben festgestellt, dass immer wieder Behälter verschwinden, manchmal woanders wieder auftauchen, vertauscht werden, mit umziehen - manchmal sogar aus einem anderen Kreis/einer anderen Stadt mitgebracht bzw. mitgenommen werden. Eine Bestandsaufnahme und künftig effektive Verwaltung des "Vermögens" an Behältern ist vor dem Hintergrund neuer und kostengünstiger technischer Hilfsmittel (Transponder) nicht nur notwendig sondern mittlerweile auch möglich geworden.

Warum noch?

  • Zur weiteren Verbesserung unserer Dienstleistung war es notwendig, die logistischen Abläufe (Tourenplanung) zu optimieren. Das wurde möglich, da jetzt jede einzelne Leerung eines Restabfall- und Biobehälters künftig am Fahrzeug registriert wird - genauso wie die Zeiten zwischen den Leerungen.
    Mit diesen Leerungsdaten konnten die Fahrtrouten verbessert werden.
    Der Transponder am Behälter ermöglicht eine automatische elektronische „Identifizierung“ des Behälters, so erklärt sich im übrigen der Name „Identsystem“.
  • Immer mal wieder haben wir festgestellt, dass einige Behälter gar nicht angemeldet waren (sogenannte „Schwarztonnen“) oder in zwei verschiedenen Abfuhrbezirken bereitgestellt wurden. Das ist nach Einführung des neuen Systems nicht mehr möglich und führte dazu, dass die große Zahl unser ehrlichen Kunden die Entsorgungskosten der  "schwarzen Schafe" nicht mehr mittragen müssen.
  • Wir können jetzt mehr Service anbieten, indem wir Ihnen bei Schwierigkeiten im Rahmen der Abholung schnell die Ursache nennen können oder z.B. Behälterbeschädigungen  direkt vom Fahrzeug aus melden und so schnell einen Austausch vornehmen lassen können.
  • Durch den Aufdruck von Behältergröße, Ort, Straßenname und Hausnummer auf den Aufklebern wird auch für die Grundstückseigentümer und Mieter ersichtlich, welcher Behälter wohin gehört. Das ist insbesondere nach der Leerung an Behältersammelplätzen von Vorteil.

Welche Behälter werden gekennzeichnet?

  • alle Restabfallbehälter sowie die 1.100 l -Container für Restmüll
  • alle Biotonnen

Die blauen Papiertonnen werden nicht mit einem Transponder ausgestattet.

Der Transponder

  • Hinter dem Chip (oder auch Transponder genannt) verbirgt sich lediglich eine Behälteridentifikations-nummer, mit deren Hilfe wir in unser Software die Anschrift (Ort, Straße, Hausnummer), dass Kassenzeichen, die Abfallart und den Entleerungs-Rhythmus (zweiwöchentlich oder vierwöchentlich) für diesen Behälter feststellen können. Personenbezogene Daten werden nicht erfasst.
  • Sie selber müssen weder den Transponder noch das endgültige Etikett anbringen.Bei Neuauslieferungen von Behältern oder beim Behälterwechsel werden die Transponder/Etiketten schon vor der Bereitstellung am Gefäß installiert bzw. geklebt sein (s.o.).  Das heißt nach der ursprünglichen Erstausstattung kommt keine weitere Arbeit auf Sie zu.

Wie funktioniert die Behälteridentifikation in der Praxis?

An den Abfallsammelfahrzeugen befinden sich Lesegeräte (Scanner), die bei jeder Leerung die Behälteridentifikationsnummer aus dem Transponder auslesen. So kann über unsere Software unmittelbar erfasst werden, welche Abfallbehälter von welchem Fahrzeug wann geleert wurden, ob die Behälter angemeldet und welchem Grundstück sie zugeordnet sind.

Das funktioniert beim Kippvorgang durch Einlesen der Nummer im Transponders. Sollte sich hier herausstellen, dass die Tonne eigentlich zu einer anderen Straße und Tour gehört, der Abfallbehälter nicht registriert ist oder der Entleerungs-Rhythmus falsch ist, stoppt der Vorgang automatisch. Die Tonne bleibt stehen und wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Sollte bei der Leerung etwas schief gehen (z. B. der Behälter fällt in das Fahrzeug oder wird beschädigt), dann kann der Müllwerker dies "per Knopfdruck" melden und in der Zentrale weiß man sofort, um welchen Behälter es sich handelt. Ein Auftrag für eine Bereitstellung eines Ersatzgefäßes kann dann automatisch erstellt werden.
Andererseits kann der Mitarbeiter "vor Ort" auch bei Schwierigkeiten (z.B. Tonne fehlbefüllt, zu voll, zu schwer, verpresst, gefroren) den Grund für eine nicht- oder nur teilweise Leerung eingeben, so dass dies später exakt dem entsprechenden Behälter zuzuordnen ist.

Steigen die Abfallentgelte mit der Einführung des neuen System?

  • Nein! Trotz Einführung des Behälteridentsystems wird keine Erhöhung der Entgelte vorgenommen. Die Kosten für die Einführung des neuen Systems sollen sich - entsprechend von Erfahrungen aus anderen Kommunen und einer eigenen Schätzung - durch vereinfachtes Behältermanagement, besserer Tourenplanung, vermeidbaren Doppelfahrten der Müllfahrzeuge sowie durch das Beenden illegaler Behälterbereitstellungen (sogenannte "Schwarztonnen“) nach ca. 3 Jahren amortisiert haben.
  • Es ist nicht beabsichtigt, das bisherige Abrechnungssystem aus Grundentgelt und Zusatzentgelt für Restabfallbehälter sowie den speziellen Entgelten für die Bio-Tonnen durch neue Berechnungsgrundlagen zu ersetzen (z.B. nach Anzahl der registrierten Leerungen oder nach dem Gewicht der Behälter). Insbesondere ist auch kein Verwiegen der Behälter vorgesehen. Im Mittelpunkt der Ausstattung der Behälter mit den Transpondern/Aufklebern steht die Inventarisierung des Behältersystems.

Im Ergebnis sieht ein "gekennzeichneter" Behälter so aus:

Skizze_Behälteretikett und Transponder auf Restabfallbehälter